Baufreitag: Einstieg in das Wochenende

Sven steht im Flur auf der Leiter und zieht Kabelhalter aus der Decke. Draußen regnet es. Warme Pullover, Mütze und Handschuhe halten ihn und Katriona, das Bauteam des Tages, halbwegs warm. Fast jeden Freitag wird in der Stralsunder Straße 10 gebaut, zu den Baufreitagen kommen zwischen zwei und zehn Leute. Das Format gibt es seit fast einem Jahr. Bisher wurden hier vor allem leichtere Abriss- Räum- und Bauarbeiten zusammen angepackt. Manchmal hat jemand einen Kuchen oder ein paar Kekse mitgebracht, oft gibt es am Ende des Vormittags ein warmes Essen.

Eine Woche später wird aufgeräumt: Saskia und Nadja von der Straze-Gruppe und Adip fegen und reißen alte Tapeten von den Wänden. Adip ist 24, kommt aus Syrien und ist seit knapp sechs Monaten in Greifswald. Er lernt Deutsch und beginnt im Januar einen Bundesfreiwilligendienst im IKuWo. Die Arbeit für ihn ist neu, er findet es toll. Aber hätte nicht damit gerechnet, dass das Haus so kaputt ist. „Ich kann mir vorstellen, dass es wieder toll wird, aber im ersten Moment habe ich gedacht, dass es besser wäre, es abzureißen und neu zu bauen“, sagt er. Bei den Baufreitagen ist eigentlich immer Zeit für ein Gespräch, während der Arbeit, spätestens aber in den Pausen. „Das ist eigentlich mit das Schöne an den Einsätzen, etwas miteinander machen, im Kontakt sein und auch Leute miteinbeziehen, die am Haus und Projekt interessiert sind, aber nicht so intensiv in Planungen und Orga involviert sind.“ sagt Nadja von der Straze-Gruppe. Sie selbst versucht jede Woche dabei zu sein. Wenn ihr auch mitmachen wollt, freuen wir uns ab Ende Januar wieder sehr darüber, bis dahin ist Baupause.

Wer interessiert ist findet Infos über die aktuellen Baufreitage immer auf unserer Seite.