Antimuslimischer Rassismus und die „Mitte der Gesellschaft”

Regelmäßig marschiert MVgida in Stralsund, Schwerin und Rostock. Der Islam ist zu einer Projektionsfläche für menschenfeindliche Ideologien und Populismus geworden. Gleichzeitig haben die letzten Monate verdeutlicht, wie anschlussfähig antimusslimischer Rassismus an die sogenannte „Mitte der Gesellschaft“ ist.

Im Vortrag wird Antimuslimischer Rassismus als eine Form des modernisierten kulturellen Rassismus vorgestellt. Es zeigt sich, dass es nur vordergründig um Muslime oder den Islam geht, was am Beispiel der Diskussion um Salafismus in Deutschland verdeutlicht werden soll. Schließlich möchten wir die Frage diskutieren, wie Rassismus und reaktionären Tendenzen argumentativ konsequent entgegen getreten werden kann.

Sebastian Friedrich ist Publizist, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, Redakteur beim Online-Magazin kritisch-lesen.de sowie bei der Monatszeitung ak – analyse & kritik | Zeitung für linke Debatte und Praxis. Im Januar erschien bei bertz+fischer sein Buch „Der Aufstieg der AfD: Neokonservative Mobilmachung in Deutschland“

Ein Weiterbildungsangebot von verquer im Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. mit finanzieller Unterstützung von Engagement Global aus Mitteln des BMZ, der NUE sowie der Stiftung Nord-Süd-Brücken.