Am 3. November haben wir von verquer den Film „Blickwechsel“ im Koeppenhaus gezeigt. Ist es sinnvoll das deutsche Freiwillige sich im globalen Süden engagieren? Wer profitiert von dem Einsatz internationaler Freiwilliger in Einsatzstellen in Ländern wie Ghana, Gambia oder Südafrika? Solche und viele weitere Fragen wirft der Film auf.

Der Dokumentarfilm von Christian Weinert und Ferdinand Carrière lässt unterschiedliche Menschen zu Wort kommen, die in Südafrika, Ghana und Gambia mit internationalen Freiwilligen zu tun haben; Kolleg*innen, Gastfamilien, von Freiwilligen betreute Kinder und Jugendliche.

Eben diese Perspektive war für viele der rund 50 Besucher*innen von „Blickwechsel“ ungewohnt, sind wir in der Regel doch an die Berichte der deutschen Freiwilligen gewöhnt.

Viele die am 3. November zur Filmvorführung kamen, waren selbst als Freiwillige in verschiedenen Ländern unterwegs gewesen.

Nach dem Film gab es eine angeregte Diskussion. Vor allem die im Film geäußerten Kritikpunkte an Freiwilligendiensten wie „weltwärts“ beschäftigte viele und prägte das Filmgespräch, in dem auch immer wieder persönliche Erfahrungen und Zweifel angesprochen wurden.

Im Anschluss an den Film berichtete Paul Riesen vom Verein „Zugvögel, interkultureller Süd-Nord-Austausch e.V.“ von der Arbeit des Vereins, der für Freiwilligen aus Uganda, Uruguay und Nepal einen Freiwilligendienst in Deutschland ermöglicht. Den Ehrenamtlichen des Zugvögel e.V. begegnet in ihrer Arbeit immer wieder interpersonaler und institutioneller Rassismus, dem sie zum Beispiel mit Kampagnen zu Ungerechtigkeiten in der Visavergabe politisch zu begegnen versuchen.