Neulandgewinner-Projekt „Zusammen.halt.bauen“ bietet Workshops an

Vom 20.09.2017.

Neulandgewinner-Projekt „Zusammen.halt.bauen“ bietet Workshops zu ökologischer Innendämmung und Lehmputz am 22. und 29. September, sowie 20. Oktober in der STRAZE an

Innerhalb des Neulandgewinner-Projektes (siehe auch www.neulandgewinner.de) gibt es im Herbst in der STRAZE drei Workshopangebote rund ums Thema Innendämmung und Lehmputz:

Am 22.09. haben wir noch freie Plätze für Kurzentschlossene. Von 9 bis 17 Uhr geht es zum einen um ökologische Innendämmung als auch darum Lehmunterputz aufzubringen.

Am 29.09. geht es dann nochmal weiter mit Lehmunterputz und am 20. Oktober um den Lehmoberputz.

Wenn ihr Interesse habt dabei zu sein, meldet euch schnell an unter zusammen@straze.de! An allen Terminen können bis zu 8 Personen teilnehmen.

Für die Verpflegung gibt es einen Unkostenbeitrag nach Selbsteinschätzung in Höhe von 5 bis 10 Euro.

Auch wird es im Oktober noch einen Workshop zu ökologischer Außendämmung geben, sowie zum ökologischen Trockenbau und zum Verlegen des Rohfußbodens. Dazu in Bälde genauere Infos und Termine.

„Jätten Skulbjörn“ im Saal

Vom 05.07.2017.

PREMIERE IM STRAZE-SAAL: Bühne seit 60 Jahren wieder öffentlich bespielt
Chortippus präsentiert erfolgreich die Uraufführung des nordischen A-Capella-Märchens „Jätten Skulbjörn“

 

Staub hängt in der Luft, Dachplanen flattern und der Wind zieht durch die Löcher in den alten Mauern. Im Saal steigt die Spannung.
Es gibt keinen Vorhang, der sich heben könnte, aber als die Scheinwerfer die Bühne in sanftes Licht tauchen und der Chor in langer Reihe auf die Bühne kommt, erwacht der alte Emporensaal, die älteste erhaltene Spielstätte des Greifswalder Konzert – und Theaterwesens, zu neuem Leben.
„Vor genau 60 Jahren wurde die Bühne zugemauert“ so Hanna Sewing, Leiterin des Chores. Der Greifswalder gemischte Chor Chortippus wagte sich erstmalig an das Experiment, ein Chor-Konzert durchweg zu inszenieren und alle Musikstücke zu verbinden. Entstanden ist ein Theaterstück, in dem die Musik die wichtigste Rolle spielt: das nordische Märchen erzählt die Geschichte des Riesenjungen Skulbjörn, der 10.000 Jahre unter einem Berg verschläft, bis er durch eine Sprengung geweckt wird und auf die Menschen trifft.
Eine zukunftsweisende Geschichte, die gut zur Situation des Saals passt, meint eine Zuschauerin im Anschluss. Hanna Sewing ist begeistert von der Baustellen-Atmosphäre, die so gut zum Stück passt, und der guten Akustik im Saal: „Es macht riesigen Spaß, auf der Bühne zu spielen und zu singen!“ Im Anschluss sammeln die Chormitglieder großzügige Spenden im begeisterten Publikum für den Saal ein, denn allen ist sehr ersichtlich: Hier gibt es noch viel zu tun, aber es lohnt sich.

 

Das Stück „Jätten Skulbjörn“ wird noch ein zweites Mal aufgeführt, am 16.07.2017 um 17 Uhr im Kulturhaus in Steinfurth.

Das Projekt wurde gefördert von der Ehrenamtsstiftung MV.

Fette Fête

Vom 22.06.2017.

Dank Gristuf gab es dieses Jahr wieder ein grandioses Fête-Programm an 15 Orten in Greifswald – Musik den ganzen längsten Sommertag und -abend. Die Hauptbühne war im Straze-Garten, wo nacheinander die Greifswalder Band Boogie Trap Blues, die Chillislaps, die Band Walking on Rivers, noLimHits und Loopmilla spielten. Dazu wurde  im Staub und vor Baustellenkulisse wild getanzt. Etwa 450 Leute dürften da gewesen sein. Der Garten war jedenfalls voll.

 

18:00 Uhr – Boogie Trap (Boogie Woogie, Rock’n’Roll, Blues aus HGW)
19:00 Uhr – Chillislaps (Samba, Percussion)
19:30 Uhr – Walking On Rivers (Indie-Folk/Pop aus Dortmund)
20:30 Uhr – noLimHits (A Capella)
21:00 Uhr – Loopmilla (Funky HipHop aus Rostock)

Es geht wieder los: AKTIONsmittwoch!

Vom 10.04.2017.

Immer am 1. und 3. Mittwoch machen wir was los auf dem Gelände der STRAZE: AKTIONsmittwoch! ab 16 Uhr bis 18/19 Uhr sind wir vor Ort und haben immer was Tolles im Programm. Gern könnt ihr auch eure Ideen mit einbringen! Dann meldet euch beim Planungsteam Romy und Saskia unter info@straze.de

Bisher fest eingeplant:

19.4. Bärlauchpesto und Löwenzahnsalat

3.5. Bienenwachstücher herstellen

17.5. Nisthilfen und Seedballs

21.6. Fete des la musique

Eindrücke aus dem Workshop zum Thema Fachwerkwände Ausmauern 24./25. März 2017

Vom 24.03.2017.

Dieser Workshop war der erste in der Reihe unseren Neulandgewinner*in-Projektes zusammen.halt.bauen.

Unter fachkundiger Anleitung von Jannis aus einem Berliner Baukollektiv haben 20 Workshop-Teilnehmer*innen beim besten Frühlingswetter gelernt wie man mit Lehmsteinen Fachwerk ausmauert.

Wie so oft war die wesentlichste Erkenntnis, dass Vorbereitung die halbe Miete ist .

Zum Programm gehörte:

  • Freude
  • Materialkunde
  • Vorbereitung des Arbeitsplatzes
  • Lehmmörtel mischen und Konsistenz prüfen
  • Lehmsteine mauern und Gefacheinteilung

Die Workshop-Teilnehmer*innen waren begeistert. Wir auch denn das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

 

Nadja, unsere Neulandgewinnerin packt beim Mörtelmischen an.

Bei der Gefacheinteilung geht es genau zu.

und immer wieder lockte eine Pause mit Verpflegung …

eher gemeinsam weiter gearbeitet wurde.

Reihe für Reihe wird das Gefache zugemauert …

bis oben hin!

 

 

Juchu! STRAZE als Projekt des Nationalen Städtebaus ausgewählt

Vom 03.03.2017.

Wir feiern gerade richtig: Das Expertenteam des Nationalen Städtebaus hat heute bekannt gegeben, wer 2017 zu den Gewinnern gehört. Wir sind dabei! Die 900.000 Euro Förderung  bringen uns einen Riesenschritt voran. Das heißt, dass unser aus vielen verschiedenen Bausteinen bestehendes Finanzprojekt Stück für Stück aufgeht. WOW.

Ganz herzlichen Dank an die Stadt, an die Verwaltung und den Oberbürgermeister, die unser Projekt schon zum zweiten Mal (2016 wurde unser erster NPS-Antrag abgelehnt) engagiert begleitet und unterstützt und für uns den Förderantrag eingebracht haben. Und ein großes Dankeschön an die Bürgerschaft: Die hatte nämlich im November mit nur fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen, uns ein zweites Mal ins Rennen zu schicken!

STRAZE ist Neulandgewinnerin

Vom 02.03.2017.

Die STRAZE ist mit ihrem Projekt „zusammen.halt.bauen“ eine von über 50 Neulandgewinner*innen, eines Programms der Robert Bosch Stiftung, das lokale Initiativen in Ostdeutschland nunmehr in der dritten Runde fördert. Die STRAZE hat 44.500 € Unterstützung zugesagt bekommen, mit der die Bildungsarbeit im Haus angeschoben wird.

Ein Interview mit Nadja Tegtmeyer von der STRAZE, die das Projekt koordiniert.

Nadja, womit gewinnt ihr „Neuland“?
Wir planen für 2017 und 2018 jeweils sieben Workshops, in denen wir mit interessierten Leuten Techniken ausprobieren wollen, um ökologisch zu bauen. Da geht es z.B. um Lehmputz, ökologische Wandfarben, Dämmung, Holzfußböden, den Bau von Solarduschen oder Strohballenhäusern.

Ist das für Vorpommern etwas Ungewöhnliches?
Mein Eindruck ist, dass insgesamt nur wenige Leute wissen, welche Möglichkeiten es gibt, ökologisch zu bauen. Und dass es große Vorurteile gibt, dass es viel teurer ist, zum Beispiel. Es gibt nur vereinzelt mal Kurse oder Workshops zu diesen Themen hier in der Gegend. Insgesamt ist das Thema sehr unterrepräsentiert, v.a. auch in der Altbausanierung.

Wir möchten mit der Sanierung der STRAZE aufzeigen welche Möglichkeiten es gibt und Leute ermutigen sich ökologischen Baustoffen zu öffnen und Erfahrungen in unseren Workshops zu sammeln. Die Teilnehmer*innen haben außerdem die Möglichkeit eigene handwerkliche Fähigkeiten zu entdecken oder zu erweitern.

Warum sollten Leute da mitmachen wollen?
Zum einen denken wir, dass es viele Leute gibt, die Interesse daran haben sich Handwerkstechniken anzueignen, mit denen sie sonst in ihrem Alltag nicht viel Berührung haben und sich somit auch ein Stück Autarkie erobern. Zum anderen ist es eine gute Möglichkeit etwas Neues zu lernen, Vor- und Nachteile des ökologischen Bauens zu entdecken und dabei gleichzeitig die STRAZE zu unterstützen.

Was ist denn der Vorteil an ökologischen Bauweisen?
Der wichtigste Vorteil liegt auf der Hand: beim Bauen mit ökologischen Baustoffen wird die Umwelt insgesamt weniger belastet. Für viele spielt auch eine Rolle, dass ökologische Bauten ein besonders angenehmes Raumklima haben. Und man hat hinterher weniger Schadstoffe in seinen Wohn- und Arbeitsräumen.

Auch die Verarbeitung der Materialien ist oftmals angenehmer und weniger gesundheitsbelastend.

Mit einem guten Energiekonzept lässt sich eine Menge Geld sparen.

Was entsteht während der Workshops?
Innerhalb unserer Bildungsangebote ist uns u.a. wichtig, dass etwas Bleibendes entsteht und nicht am Ende Dinge wieder rückgebaut werden müssen. Bei der Grundsanierung eines großen Hauses gibt es unendlich viele Baumaßnahmen, die sich auch für Workshops eignen. Wir wählen die spannnensten und sinnvollsten aus und setzen sie als Workshops im Projekt um.

Das heißt, wir verbinden z.B. das Streichen der Wände mit einem Workshop zu ökologischen Wandfarben. Für uns sind die Workshops aber auch noch aus einem anderen Grund wichtig.

Welchem?
Zusammen etwas Bleibendes aufzubauen schafft auch ein stärkeres Teamgefühl. Wir sehen die Workshops als verbindendes Element, das Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Herkünften zusammenbringt. Wir können uns austauschen über verschiedene Bauweisen und Erfahrungen in verschiedenen Teilen der Erde und so auch viel voneinander lernen. Freundschaften entstehen. zusammen.halt.bauen heißt unser Projekt und steht eigentlich genau für das. Wir möchten einen Zusammenhalt schaffen innerhalb der Gesellschaft und denken, dass gemeinsames Bauen dafür eine gute Grundlage bietet.

Wie soll es dann nach der 2-jährigen Förderzeit mit dem Projekt weitergehen?
Einer unserer Arbeitsbereiche innerhalb des STRAZE-Projektes ist und wird auch in Zukunft Bildungsarbeit sein. Neben dem Bildungsprojekt verquer., das v.a. themenbezogene Projekttage an Schulen durchführt, soll es auch ein übergreifendes Werkstätten-Bildungsangebot geben. Neben einer Holzwerkstatt wird es eine Näh- und eine Druckwerkstatt geben. Wir wollen die nächsten beiden Jahre nutzen, um in diesem Bereich ein nachhaltiges Bildungskonzept zu entwickeln. Die Workshops sind für uns eine tolle Möglichkeit, diese Art der Bildungsarbeit auszuprobieren, Methoden zu lernen und auszuwerten und so Erfahrungen für die Bildungsarbeit in den Werkstätten zu sammeln.

Dabei ist uns auch eine Vernetzung ins Umland zu befreundeten Partnerprojekten wichtig, mit denen wir auch zusammen Workshops außerhalb von Greifswald durchführen möchten und mit denen wir im Austausch sind, um voneinander zu lernen. Zum Beispiel der Demokratiebahnhof in Anklam oder das Landkombinat Gatschow.

Wir bei FSK-Radio

Vom 22.02.2017.

Wir waren im Radio!

Nagut, Kat war es und hat aus dem STRAZE-Nähkästchen geplaudert.

Hört selbst!

 

„Wir scharren schon mit den Hufen“ – STRAZE – Initiativentreffen

Vom 23.01.2017.

Immer mal wieder fragen wir uns, ob das ganze Haus am Ende überhaupt gebraucht wird. Und sind uns nach diesem Abend noch mal sicherer: Und ob! 

Ein Bandprobenraum! Ein Reparaturcafé! Am 19. Januar haben sich Leute von 23 Greifswalder Initiativen vom ADFC bis zum Weltladen mit uns getroffen, sich über den aktuellen Stand der Dinge informiert und ihre Ideen eingebracht. Obwohl wir von Anfang an versucht haben, in Kommunikation zu sein, hat sich noch einiges Neues ergeben – für beide Seiten. Über einen Bandprobenraum hatten wir zwar immer schon mal gesprochen, gehört WiE dringend einer gesucht ist, noch nicht.

Erst gab es eine Hausführung, danach Suppe, die uns die foodconnection gekocht hatte. Und dann, bei Glühwein, Tee und Apfelsaft trafen wir uns im Heineschuppen, um an vier Tischen vorzustellen, was in der STRAZE gerade passiert. Da ging es um die Finanzierung, Fragen nach den Laufzeiten der Kredite, Eigenanteile, Darlehen und Leih- und Schenkgemeinschaften. Um den Bau und die Möglichkeiten mitzumachen. Ideen für den Betrieb und die Planung. Und die Frage der Fragen „Wie halten wir den Kontakt?“

Für uns war es grandios zu sehen, wie viele Ideen es gibt, wie viele Gruppen sich in Zukunft in der STRAZE sehen. Immer mal wieder fragen wir uns, ob das ganze Haus am Ende überhaupt gebraucht wird. Und sind uns nach diesem Abend noch mal sicherer: Und ob! „Wir scharren schon mit den Hufen“, sagte zum Beispiel Peter vom Filmclub Casablanca, „Zu uns passt das Initiativenhaus einfach total gut, abgesehen davon, dass wir uns darauf freuen, endlich mal ein richtiges „Zuhause“ zu haben, auch unser Film-Abspielgerät nicht mehr dauernd herumschleppen zu müssen.

Bei den Diskussionen kamen auch grundsätzliche Fragen auf: Wie könnnen wir langfristig gut zusammen arbeiten, wenn eine Gruppe hauptsächlich aus Studenten besteht und dadurch die Ansprechpartner ständig wechseln? Wie können wir in die Planungen einsteigen, regelmäßigen Kontakt halten? „Ich fand das ein sehr gutes Format, habe mich über altbekannte, aber auch neue Gesichter gefreut und denke, dass viele Leute jetzt wieder einen Anknüpfungspunkt an die STRAZE haben“, sagte Anja von der STRAZE-Gruppe. „Wir haben mit vielen Gruppen vereinbart, dass wir sie quasi „Zuhause“ besuchen kommen, um die STRAZE mal der gesamten Gruppe vorzustellen.“

Wir freuen uns sehr auf die gruppeninternen Baufreitage in den nächsten Wochen! Und hoffen, dass einige der guten Ideen, wie wir die STRAZE gemeinsam schon jetzt nutzen können, ganz schnell umgesetzt werden. Open-Air-Kino, zum Beispiel.

Afghanistan – nicht sicher

Vom 16.01.2017.

16 Mahnwachen fanden am 14. Januar statt – quer durch MV. Das sind 16 deutliche und gemeinsam ein großes Signal: Keine Abschiebungen nach Afghanistan! Afghanistan ist nicht sicher.

In Szczecin kamen wir, deutsche und polnische Unterstützer*innen zusammen. So waren wir ein Teil der Mahnwachen in Szczecin um den Anlass zu nutzen, ein klares Bekenntnis gegen Abschiebungen zusetzen, zudem nutzten wir auch die Zeit neben den Planungen rund um die STRAZE, um Überlegungen für die Zukunft anzustellen. Thema war auch die aktuelle politische Situation in Polen, die das Land immer undemokratischer werden lässt. Hier ist gegenseitige Unterstützung und gemeinsames handeln gefragt!

Weitere Berichte zu den Mahnwachen in Mecklenburg-Vorpommern des Netzwerk „Afghanistan – nicht sicher – امن نیست“.